Ausgezeichnet vom Kennedy Center for the Performing Arts unter Hunderten von Künstlern, mit Auftritten in über 40 Länder in den renommiertesten Konzertsälen, Preisen in internationalen Wettbewerben und einem Vertag beim exklusiven Label BMG/SONY Classical (seine Einspielungen erhielten überall höchsten Bewertungen und wurden von der wichtigsten Fachzeitschriften unter der besten des Jahres ausgezeichnet) gehört Juan Jose Chuquisengo zu der führenden lateinamerikanischen Pianisten.
Chuquisengo wuchs in Peru in einem nicht von Musik geprägten Milieu aufso lernte er Musik ohne Lehrer kennen unmittelbar dem Gehör nach. Dazu lernte er das Improvisieren. Erst später ging er ans Konservatorium von Lima. Nach dem Studium in seiner Heimat reiste er nach Europa, studierte in Deutschland und Italien u.a bei Klaus Schilde.
Zur gleichen Zeit kam die Begegnung mit dem legendären Dirigenten Sergiu Celibidache. Dessen epochalen Forschungen um das musikalische Phänomen beindruckten ihn derart, dass er sich für einen radikalen Schritt entschied: Freiwillig zog er sich fast 10 Jahre aus dem Konzertbetrieb zurück und lehnte attraktiven Karriereangebote ab, um sich intensiv mit der Erforschung dieses Gebiets zu befassen - gefördert von seinem Mentor Celibidache. Er schrieb später: „…Chuquisengo ist ein hochbegabter Musiker, der bedingungslos eine authentische Entsprechung zwischen Musik und dem Menschen ohne egoistische Zwecke zu realisieren sucht ...“.
Erst Ende der neunziger Jahre kehrte er allmählich zu den Konzertbühnen zurück. Mit der Auszeichnung des Kennedy Centers ging er nach New York. Seitdem konzertiert und pendelt er zwischen den Kontinenten und gibt Meisterkurse, Vorträge und Seminare an verschiedenen Universitäten und Musikinstituten.
Aber eine konventionelle Laufbahn ist nicht seine Linie gewesen. Um sich einem Weg zu widmen, den er als notwendig für eine echte künstlerische Evolution betrachtet, zieht er sich von Zeit zu Zeit vom Konzertbetrieb zurück. Neben der Arbeit am Klavier standen Kompositions- und. Dirigierstudien sowie eine umfassende Erkundung der Kunst der Improvisation. Hinzu kamen Philosophie- und Kunststudien so wie das Erlernen von verschiedener Kampfkünste, in deren physisch-mentalen Anforderungen er starke Analogien zur musikalischen Arbeit entdeckte.
So speist sich seine künstlerische Arbeit aus vielfältigen Quellen, die stets die geistige Dimension der Musik im Fokus haben. „Musik als geistiger Zustand“, dies gehört zu den am häufigsten geäußerten, immer wiederkehrenden Kommentaren über sein Spiel - oder wie in einer der vielen begeisterte Rezenssionen seiner letzter CD stand: „Chuquisengo ist zweifellos einer der tiefsinnigsten Pianisten unserer Zeit, durchdrungen vom geistigen Erlebnis der Musik - sagen wir es offen: Auf diesen Pianisten hat die Welt gewartet...".
Zur Zeit lebt er in Deutschland. Neue Projekte u.a für Sony Classical sind in Vorbereitung.
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